Den IKT-Minimalstandard erfüllen
Der Schweizer IKT-Minimalstandard gibt Betreibern kritischer Infrastrukturen einen konkreten Rahmen. Seine Stärke — ein sehr operativer Katalog von Massnahmen — ist zugleich seine Schwierigkeit: Man muss zu jeder Massnahme wissen, wo man steht, und es belegen können. So machen wir das Vorhaben handhabbar.
Ein anspruchsvoller Standard, in einen realistischen Weg zu übersetzen
Herausgegeben vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), richtet sich der IKT-Minimalstandard in erster Linie an Betreiber kritischer Infrastrukturen — Energie, Verkehr, Wasserversorgung, Gesundheit, Telekommunikation — und an deren Lieferanten. Er ist um die fünf Funktionen des NIST Cybersecurity Framework aufgebaut: identifizieren, schützen, erkennen, reagieren, wiederherstellen.
Sein Wert liegt in der Granularität: Dutzende konkreter Massnahmen, je auf einer Reifegradskala beurteilbar. Genau daran hakt es aber auch: Eine ohne Methode geführte Selbstbeurteilung erzeugt eine Tabelle, die niemand zu nutzen weiss und in der alles dringend wirkt.
Unser Ansatz besteht darin, den Bestand ehrlich zu beurteilen, den Aufwand auf die Massnahmen zu konzentrieren, die in Ihrem Umfeld das Risiko wirklich senken — häufig IT/OT-Trennung, Fernzugriffe und Backups — und danach die Nachweise zu dokumentieren, die bei einer Kontrolle erwartet werden.
- Selbstbeurteilung nur auf Aussagen gestützt, ohne Belege
- OT-Umgebungen ausserhalb des betrachteten Umfangs
- Fernzugriffe von Lieferanten unzureichend kontrolliert
- Keine Detection und keine Protokollierung im industriellen Bereich
- Wiederanlaufpläne nie unter realen Bedingungen getestet
Von fünf Funktionen zu einem Weg mit Etappen
Wie wir vorgehen
Fortschritt in Etappen, ausgerichtet an Ihrer tatsächlichen Kritikalität statt am gesamten Standard auf einmal.
Umfang und Kartierung
Bestimmung der kritischen Tätigkeiten, der Systeme, die sie tragen — Büro-Informatik ebenso wie industrielle Systeme — und der Abhängigkeiten von Lieferanten. Ohne dieses Fundament bleibt die Beurteilung theoretisch.
Begleitete Selbstbeurteilung
Durchgang durch die Massnahmen des Standards mit Ihren Teams, mit einer auf überprüfbaren Fakten gestützten Reifegradbewertung. Wir unterscheiden, was umgesetzt, was teilweise umgesetzt und was nur behauptet ist.
Priorisierte Roadmap
Übersetzung der Abweichungen in einen Massnahmenplan, geordnet nach Risikosenkung und Aufwand, in erreichbaren Etappen statt als grosses, schwer finanzierbares Programm.
Umsetzung und Nachweise
Einführung der technischen Massnahmen (Segmentierung, Fernzugriffe, Härtung, Protokollierung, Backups) und Aufbau der Nachweise: Konfigurationen, Verfahren, Testberichte.
Übung und Neubeurteilung
Test des Reaktions- und Wiederanlaufdispositivs, danach eine neue Beurteilung, um den Fortschritt sachlich zu belegen und die Steuerung gegenüber Geschäftsleitung und Behörde zu speisen.
Mehrere Disziplinen, eine Ansprechperson
Der Standard deckt Organisation, Technik und Wiederanlauf ab: Wir setzen GRC-Beratung, Integration, offensive Prüfung und Überwachung je nach den zu stärkenden Funktionen ein.
- Kartierung der kritischen Tätigkeiten und der zugehörigen Systeme
- Bewertete Selbstbeurteilung, Massnahme für Massnahme
- Priorisierte Roadmap in Etappen
- Nachweisdossier (Konfigurationen, Verfahren, Berichte)
- Übungsbericht und Neubeurteilung des Reifegrads
Häufige Fragen
Wo stehen Sie beim IKT-Minimalstandard?
Eine begleitete Selbstbeurteilung liefert ein ehrliches Bild Ihres Reifegrads und den Weg, ihn anzuheben.