Die DORA-Anforderungen erfüllen
Die europäische DORA-Verordnung stellt an den Finanzsektor eine einfach formulierte, aber aufwendig umzusetzende Anforderung: trotz eines digitalen Vorfalls betriebsfähig bleiben — und das belegen. Sie erfasst mittelbar auch die IT-Dienstleister dieser Akteure.
Eine Anforderung an die Resilienz, nicht bloss an die Konformität
DORA (Digital Operational Resilience Act) strukturiert die digitale Resilienz des Finanzsektors entlang von fünf Säulen: Governance des technologiebezogenen Risikos, Management und Meldung von Vorfällen, Resilienztests, Beherrschung des Risikos aus Drittdienstleistern und Austausch von Bedrohungsinformationen.
Der Geist des Textes unterscheidet sich von klassischer Dokumentenkonformität: Er verlangt den Nachweis, dass bei einem Ausfall, einem Angriff oder dem Versagen eines Lieferanten die kritischen Funktionen weiterlaufen. Die Beweislast stützt sich auf Tests, nicht auf Absichten.
Zwei Themen binden den grössten Teil des Aufwands: das Register der IKT-Dienstleister — mit den zugehörigen Vertragsklauseln und Ausstiegsstrategien — und das Testprogramm, das von klassischen Tests bis zu bedrohungsgeleiteten Penetrationstests (TLPT) für die bedeutendsten Institute reicht.
Viele Organisationen mit Sitz in der Schweiz sind mittelbar betroffen: Tochtergesellschaft in der Union, europäische Kundschaft oder Stellung als Dienstleister eines der Verordnung unterstellten Akteurs.
- Kritische Funktionen nicht bestimmt, folglich nicht geschützt
- Register der IKT-Dienstleister unvollständig oder nicht geführt
- Meldefristen für Vorfälle nicht einhaltbar
- Testprogramm fehlt oder ist rein dokumentarisch
- Keine Ausstiegsstrategie beim Versagen eines Lieferanten
Fünf Säulen, eine gemeinsame Nachweispflicht
Wie wir vorgehen
Wir gehen von den kritischen Funktionen und Ihren tatsächlichen Abhängigkeiten aus statt von einer Lesart Artikel für Artikel.
Anwendbarkeit und kritische Funktionen
Bestimmung Ihrer Betroffenheit — unmittelbar oder als Dienstleister — sowie der kritischen oder wichtigen Funktionen und der Systeme, die sie tragen.
Gap-Analyse über die fünf Säulen
Beurteilung des Bestands: Governance des IKT-Risikos, Vorfalldispositiv, Testprogramm, Umgang mit Dritten und Bedrohungslage. Die Abweichungen werden nach regulatorischer Anforderung und Risiko priorisiert.
Drittparteienregister und Verträge
Aufbau des Registers der IKT-Dienstleister, Prüfung der erwarteten Vertragsklauseln und Formalisierung der Ausstiegsstrategien — das am häufigsten unterschätzte Arbeitspaket.
Vorfalldispositiv
Klassifizierung, Eskalationsverfahren und Meldevorlagen, mit denen sich die regulatorischen Fristen einhalten lassen, erprobt durch eine Krisensimulation.
Testprogramm
Aufbau eines regelmässigen Programms — Penetrationstests, Konfigurationsreviews und, für die betroffenen Institute, bedrohungsgeleitete Tests — mit Nachweisen, die die Aufsicht verwerten kann.
Mehrere Disziplinen, eine Ansprechperson
DORA führt Governance, offensive Tests und Reaktionsfähigkeit zusammen: Wir decken alle drei mit derselben Ansprechperson ab.
- Notiz zur Anwendbarkeit und Kartierung der kritischen Funktionen
- Gap-Analyse über die fünf Säulen
- Register der IKT-Dienstleister und Prüfung der Klauseln
- Vorfallverfahren und Meldevorlagen
- Programm für Resilienztests und zugehörige Berichte
Häufige Fragen
DORA: Sind Sie betroffen — und wie weit?
Eine Notiz zur Anwendbarkeit und eine Gap-Analyse genügen, um Ihre Lage zu klären und den Aufwand abzustecken.